Seit nunmehr 10 Jahren kultiviere ich Akebia quinata in unserem Garten. Wie fällt das Fazit aus?
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Allgemein |
| Seit nunmehr 10 Jahren (06/2015) kultiviere ich eine Klettergurke – eine Akebia quinata ‚alba‘ – in unserem Garten. Und seit 05/19 habe ich eine zweite Klettergurke – eine Akebia quinata ‚rosea‘ – in unmittelbarer Nähe gepflanzt. |
Kauf |
| Da Akebia quinata sehr schnell wachsen, kann man sie recht klein und entsprechend für kleines Geld kaufen. |
Auspflanzung |
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Akebia quinata sind sehr anspruchslos. Ich habe sie daher ohne weitere Aufbereitung problemlos direkt in den Erdboden gesetzt. Für eine Fruchtbildung wird eine 2. Pflanze empfohlen. Bei mir haben sich auch ohne Befruchter bereits im 3. Standjahr Fruchtansätze gebildet und im 6. Standjahr erste, wenige Früchte. Ein Befruchter würde aber vermutlich zu weitaus mehr Früchten führen. Die Klettergurke gilt als invasiv. Bei mir hat sie sich weder vermehrt noch Wurzelausläufer gebildet. Als Schlingpflanze hangelt sie sich mit ihren langen Trieben aber gerne Richtung anderer Pflanzen und umschlingt diese nicht gerade zimperlich. ![]() Foto: invasive Akebia quinata ‚Alba‘ |
Wachstum |
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Aufgrund ihrer Starkwüchsigkeit ist die Akebia quinata ideal zur schnellen Begrünung von Zäunen und Mauern geeignet, muss von mir aber mehrmals pro Saison stark zurückgeschnitten werden. Sie bildet kleine cremefarbene Blüten, die aber einen sehr intensiven Duft im Garten verströmen und so beliebtes Ziel vieler Insekten sind. Optisches Highlight sind eindeutig ihre absolut exotischen Früchte, die auch essbar sind. Meine wenigen Versuche haben aber ein sehr unangenehmes Kratzen im Hals hinterlassen. Und der Geschmack war eher fad. ![]() Foto: Frucht der Akebia quinata ‚Alba‘ |
Pflege |
| Eine Akebia quinata ist – sobald sie vernünftig angewachsen ist – absolut pflegefrei. Ich habe sie in all den Jahren nie gegossen oder gedüngt. |
Winterschutz |
| Eine etablierte Akebia quinata ist in Deutschland komplett winterhart. Bei uns hat sie selbst nach strengen Wintern den Großteil ihrer Blätter behalten. |
Mangelerscheinungen + Krankheiten |
| Eine Akebia quinata ist absolut robust. Ich hatte nie Probleme mit ihr. |
Fazit |
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Wer bereit ist, diese starkwüchsige Schlingpflanze mehrmals pro Saison stark zurückzuschneiden, bekommt mit der Akebia quinata eine anspruchslose und bei uns vollständig winterharte Kletterpflanze, ideal zur Begrünung von Zäunen und Mauern. Die Akebia begeistert mit optisch absolut spektakulären, geschmacklich aber eher faden Früchten und Blüten, die den Garten mehrere Wochen in einen wunderbaren Duft hüllen. |




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