Palme: Keimung von Samen Arecaceae / Palmae

Wer kennt das nicht? Man sieht im Urlaub wunderschöne Palmen und nimmt ein paar Samen mit. Dieser Artikel erläutert Schritt für Schritt, was man bei der Anzucht tun + beachten muss, um Palmensamen zum Keimen zu bringen.

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Wie kommt man an Palmensamen?

Eine gute Möglichkeit, an Palmensamen zu gelangen, besteht im Urlaub in südlichen Ländern, wo man den Samen oftmals einfach von den Palmen pflücken kann. Alternativ kann man Samen aus den Früchten einer Palme gewinnen, z.B., indem man Datteln kauft und den Kern zur Keimung bringt. Und es gibt natürlich auch diverse Palmenzüchter, die Samen in größeren Mengen verkaufen.

Wie bringt man Palmensamen zum Keimen?
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1 Vorbereitung Zunächst sollte man das eventuell vorhandene Fruchfleisch entfernen. Ist der Samen nicht mehr ganz frisch und entsprechend etwas hart + trocken, sollte man den Samen 1-2 Tage in Wasser einweichen.
2 Substrat Als Substrat eignen sich Kokosfasern (z.B. KokoHum), Vermiculit oder Perlite. Gut geeignet sind z.B. sogenannte Quell- / Anzucht-Tabletten (aus Kokosfasern). Normale Garten- oder Blumenerde ist ungeeignet, da Erde immer kleine Eier irgendwelcher Tiere enthält, deren Larven dann nach dem Schlüpfen den Keim fressen.
3 Behältnis Als Behältnis eignet sich ganz simpel ein kleiner, verschliessbarer Plastikbeutel (z.B. Gefrierbeutel, Frischhaltefolie), Tupperware oder auch ein kleines Zimmer-Gewächshaus. In jedem Fall ist ein verschließbares oder abdeckbares Behältnis zu wählen, um das Einnisten von Tieren zu verhindern, die den Keimling fressen könnten. Vorteil einer dicht-verschließbaren Lösung: da das Wasser nicht verdunsten kann, muss entsprechend nicht weiter bewässert werden.
4 Aussaat Die Aussaat sollte recht schnell nach Erwerb erfolgen, da sich die Keimfähigkeit bei bestimmten (aber nicht allen) Arten innerhalb weniger Tage bereits verringert.
5 Flüssigkeitsbedarf Das Substrat sollte feucht, aber nicht nass sein und keinesfalls austrocknen.
6 Lichtbedarf Für die Keimung wird kein Licht benötigt.
7 Wärmebedarf Palmenarten aus tropischen Gegenden (Bismarckia, Brahea, Chamaerops, Livistona, Phoenix, Sabal, Washingtonia, …) benötigen für eine erfolgreiche Keimung Temperaturen von etwa 30…35°C. Sie müssen entsprechend zusätzlich beheizt werden. Gemässigte Arten (Trachycarpus, …) keimen bei Umgebungstemperatur. Arten aus subtropischen Gegenden (Butia, Jubaea, …) sind eher aufwändig / langwierig zum Keimen zu bringen.
8 Keimzeit Die Keimzeit von Palmensamen kann – selbst bei der selben Palmenart – sehr unterschiedlich ausfallen und variiert zwischen 2 Wochen und 2 Jahren, liegt meist jedoch bei 1-2 Monaten.
9 Umtopfen Nach dem Austreiben (weisse Wurzeln) sollte man den Keimling samt Substrat einzeln in einen schlanken, hohen Topf pflanzen und zunächst schattig stellen, da Keimblätter meist sehr empfindlich ggü. direkter Sonneneinstrahlung reagieren.

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