Feigenkaktus: Steckbrief Opuntia

Der Feigenkaktus ist eine quasi pflegefreie, in unseren Breitengraden winterharte und nässeunempfindliche Kaktee. Einer Auspflanzung bei uns steht also nichts im Weg. Belohnt werden wir mit einer faszinierenden Pflanze mit wunderschönen Blüten und leckeren Früchten.

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Systematik

Feigenkakteen (Opuntia) sind eine Gattung in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae).

Herkunft / Verbreitung

Feigenkakteen findet man in trockenen Gebirgsregionen vom Südwesten der USA, in Mexiko und in Chile, meist in sehr warmen, kargen Gebieten mit sehr wenig Niederschlag.

Eigenschaften

Wachstum

Feigenkakteen können eine Wuchshöhe von 1m und eine Breite bis 2.5m erreichen.

Kakteen nehmen i.ü. das zur Photosynthese erforderliche Kohlendioxid im Gegensatz zur sonstigen Pflanzenwelt nur nachts auf, da zur CO2-Aufnahme die Spaltöffnungen geöffnet werden müssen, was tagsüber zu höherer Wasser-Verdunstung führen würde. Da die Pflanze nachts, durch das fehlende Sonnenlicht, keine Photosynthese betreiben kann, wird das Kohlendioxid solange gespeichert.

Frosthärte

Generelle Frosthärte-Informationen zur Opuntia finden sich hier.

Habitus

Rhizom / Wurzelsystem / Meristem

Der Feigenkaktus ist ein Flachwurzler mit ausgedehntem Wurzelsystem. Triebabschnitte, Früchte und Blüten können i.ü. (zur Vermehrung) eigenständig Wurzeln bilden.

Wuchsform

Der Feigenkaktus wächst strauchig. Die umgekehrt-eiförmigen Glieder (‚Triebabschnitte‘ bzw. ‚Sprossen‘) sind blaugrün, gelegentlich mit einem violetten Farbstich. Sie werden bis zu 40cm lang, 25cm breit und 1.5cm dick. Sie sind wasserspeichernd (sukkulent), betreiben aber auch Photosynthese. Sie übernehmen damit gleichzeitig die Funktion von Ästen / Stamm und Blättern. Junge Sprosse des Feigenkaktus werden in Mexiko i.ü. in Streifen geschnitten und eingelegt als Salat oder Gemüse zum Verzehr angeboten.

Blätter / Dornen

Die auf den Triebabschnitten befindlichen, ca. 2cm auseinanderstehenden Areolen tragen braune, rötlich braune oder gelblich braune, ca. 1cm lange Glochiden (feine, borstenartige Dornen mit Widerhaken). Die von den Areolen gebildeten ungestielten Laubblätter werden bis zu 1cm lang und fallen frühzeitig ab. Neben den mit bloßem Auge fast nicht erkennbaren Dornen der Glochiden bilden sich auf den Triebabschnitten gut sichtbare, bis zu 8cm lange, rot-braune, meist leicht gebogene Dornen.

Blüten

Die Kaktee blüht i.d.R. etwa 2 Wochen zwischen Mai und Juli. Die bis zu 10cm großen Blüten sind je nach Sorte gelb, orange, lachsfarben oder rot. Der Feigenkaktus ist selbstfertil (selbstfruchtend).

Früchte

Nach der Blüte bildet der Feigenkaktus zwischen August und Oktober Kaktusfeigen. Die roten oder violetten Früchte sind eiförmig. Sie werden bis zu 8cm lang und weisen Durchmesser bis zu 4cm auf. Kaktusfeigen sind süß-saure Beerenfrüchte, die als ganze Frucht, Saft oder Marmelade zum Verzehr angeboten werden. Um an das Fruchtfleisch der Kaktusfeige zu gelangen, sollte man zunächst die Stacheln entfernen, dann die Frucht halbieren und das Fruchtfleisch auslöffeln. Alternativ kann man mit einem Messer die Schale abziehen und dann das Fruchtfleisch in Scheiben oder Würfel schneiden.


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