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Passionsblume: Pflege Passiflora

Die Passionsblume ist eine der schönsten Rankpflanzen, die es gibt. Was die wenigsten wissen: bestimmte Sorten sind auch bei uns gut kultivierbar, sowohl, was die Frosthärte betrifft als auch, was den Pflegeaufwand betrifft.

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Allgemein

So außergewöhnlich diese schöne Blütenpflanze auch ist: der Pflegeaufwand ist bei Passionsblumen sehr gering.

Düngung

Während der Vegetationsphase reicht eine 2-wöchentliche leichte Düngung mit Volldünger. Bei Überdüngung produziert die Pflanze überproportional viele Blätter und sehr wenige Blüten.

Bewässerung

Passionsblumen lieben reichhaltige Wassergaben, insbesondere während der Wachstumsphasen.

Schnitt

Passionsblumen sind sehr schnittverträglich. Da Passionsblumen am diesjährigen Holz blühen, kürzt man Passionsblumen idealerweise zu Frühlingsbeginn auf etwa 15cm ein. Die Seitentriebe kürzt man auf etwa 3-5 Augen ein, um die Bildung neuer Blütenknospen an den Triebspitzen zu fördern.

Vermehrung

Passionsblumen lassen sich relativ einfach über Stecklinge vermehren (vegetative Vermehrung). Dazu schneidet man eine Triebspitze direkt unterhalb eines Blattes ab und entfernt – um Fäulnis zu vermeiden – die unteren Blätter, so dass nur noch 1-2 Blätter verbleiben. Den Trieb bewurzelt man im Wasserglas oder in Erde (Kakteenerde, Torfquell, o.ä.). Dabei muss mindestens ein schlafendes Auge im Substrat stecken, da sich hier die Wurzeln bilden. Schlafende Augen sind Nebenknospen, die eine Pflanze immer da bildet, wo sich eine Blattknospe bildet und die erst austreiben, wenn es die Situation erfordert. Zur Bewurzelung eignet sich ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung mit Temperaturen von knapp über 20°. Die Erde sollte dauerhaft feucht gehalten werden. Um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen Gefrierbeutel oder ein Glas über den Topf stülpen, sollte dann aber – um Schimmel zu vermeiden – regelmäßig lüften. Die Bewurzelung kann einige Wochen dauern.

Gelegentlich bilden Passionsblumen unterirdische Ausläufer. Haben diese ein eigenes kleines Wurzelsystem gebildet, kann man den Ausläufer von der Mutterpflanze trennen und umsetzen.

Alternativ lassen sich auch einige Sorten direkt über den Samen reifer Früchte vermehren (generative Vermehrung). Bei Hybriden und Selektionen ist diese Form der Vermehrung allerdings nicht möglich. Der Samen wird hierzu penibel von Fruchtfleischresten befreit (andernfalls Gefahr von Schimmelbildung) und 1 Tag vor Aussaat eingeweicht (um den Samen aus der Dormanz zu holen). Bei manchen Sorten kann vorab eine Feuer-Stratifikation erforderlich sein. Die Aussaat erfolgt idealerweise in einem mit Aussaaterde gefüllten lichtdurchlässigen, verschließbaren Gefäß. Der Samen wird nur zur Hälfte in die Erde gedrückt. Die Erde wird bei ca. 25-30° ständig feucht gehalten. Frischer Samen keimt nach knapp 1 Monat, bei älterem / getrocknetem Samen kann es über 1 Jahr dauern. Mit Bildung der ersten Blätter kann die geschützte Auspflanzung erfolgen.


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