Pflanze der Saison 2017/18: Oleander Mein Exotengarten in München

Immer wieder gibt es Pflanzen, die einen ganz besonders im eigenen Garten erfreuen. Sei es, weil sie den Winter überraschend gut überstanden haben, weil sie besonders schnell wachsen, ausgiebig blühen oder leckere Früchte bilden. Welche Pflanze ist die Pflanze der Saison 2017/18 in meinem Exotengarten?

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Oleander kennt man aus Südeuropa, wo der Oleander ganze Straßenzüge säumt und quasi überall wächst und gedeiht. Bei uns trifft man den Oleander vorallem als Topfpflanze an. Ausgepflanzt findet man den Oleander bei uns dagegen so gut wie nie.

Sucht man im Internet nach dauerhaft erfolgreichen Auspflanzversuchen in Deutschland, so muss man lange suchen. Vielmehr trifft man auf unzählige gescheiterte Auspflanzversuche. Gelegentlich geht es 2-3 Jahre gut. Vielfach liest man hierbei von sich stetig rückwärts entwickelnden Oleandern, bis ein strenger Winter das Ende besiegelt.

Ich wollte es trotzdem probieren, auch, wenn die winterlichen Bedingungen bei uns in Bayern ganz besonders schwierig sind.

Am 01.04.16 pflanzte ich meinen ersten Oleander aus. Ich hatte bewußt die Sorte ‚Italia‘ gewählt, da diese als eine der frosthärtesten gilt. Außerdem hatte ich darauf geachtet, einen schon etwas kräftigeren Busch zu kaufen. Ausgepflanzt wurde der Oleander auf der Nordseite meines Grundstücks, wo er durch Holzwände gut gegen frostige Nord- + Ostwinde geschützt und gleichzeitig recht sonnig steht.

Für den 1. Winter 2016/17 hatte ich dem Oleander eine Vlieshaube + ein einfaches Tomatengewächshaus übergezogen + ein schwaches selbstregulierendes 64W-Heizkabel (4m) spendiert. Das Heizkabel beheizt ab etwa +3°C.

Dummerweise wurde das Experiment gleich im 1. Winter auf eine harte Bewährungsprobe gestellt: der ultrakalte Januar 2017 war bei uns in Oberbayern der frostigste Januar seit 30 Jahren mit 18 Tagen Dauerfrost und Tiefsttemperaturen von knapp -18°C.

Als ich den Oleander Ende Januar auspacke, sind praktisch alle Blätter vertrocknet. Keine große Überraschung. Das war’s dann wohl leider!

Am 28.05.17 dann doch die große Überraschung: ich entdecke am Oleander erste zarte, neue Triebe. Um den Austrieb zu forcieren, schneide ich den Oleander nun bis in den gesunden Bereich zurück, wo man auf grünes Kambium stößt. In den folgenden Wochen entwickelt sich der Oleander ganz hervorragend.

Der Oleander hat den 1. extrem frostigen Winter bei uns in Oberbayern überlebt und ist daher zurecht die Pflanze der Exotensaison 2017/18.


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