Die Kultivierung einer Hanfpalme ist nicht überall gleich aufwendig. Je nach Standort unterscheiden sich Bewässerung, Frostschutz, Nässeschutz sowie die damit verbundenen Kosten und Zeitaufwände teils erheblich.
Erforderliche Kultivierungsmaßnahmen |
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Anhand 3er klimatisch sehr unterschiedlicher deutscher Standorte (Westerland, Magdeburg, Garmisch-Partenkirchen) konnte im Beitrag Trachycarpus fortunei: Kultivierung im Städtevergleich gezeigt werden, dass unterschiedliche Standorte für eine Trachycarpus fortunei z.T. selbst im kleinen Deutschland völlig unterschiedliche Kultivierungsmaßnahmen erfordern:
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| Die Kultivierungsmaßnahmen beziehen sich hierbei auf eine adulte Palme in einer für den jeweiligen Standort klimatisch durchschnittlichen Saison. | ||||||||||||
Erforderliche Kultivierungsaufwände |
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Was bedeuten die Kultivierungsmaßnahmen hinsichtlich erforderlicher Kultivierungsaufwände? Wie hoch sind die „Total cost of ownership“ einer Hanfpalme an den unterschiedlichen Standorten? Und wie hoch sind die jährlichen zeitlichen Kultivierungsaufwände? Dazu werden die Aufwände je Standort in 3 Kenngrößen unterteilt: Einmalkosten (für Winterschutz-, Nässeschutz- und Bodenaufbereitungsmaterialien), laufende Kosten (für Strom, Wasser und Dünger) und Zeitaufwände (für Frostschutz, Nässeschutz, Bewässerung, Düngung und Bodenaufbereitung): |
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Was auffällt: Die Einmalkosten sind deutlich der dominierende Kostenfaktor. Für eine adulte Palme werden – falls erforderlich – etwa 150€ für Frostschutzmaterialien erforderlich: 1 längeres Heizkabel, idealerweise 1 Thermostat zur automatischen Steuerung, 2 Vlieshauben (wichtig!) für die Krone, eine Bastmatte für den Stamm und eine Wurzelschutzmatte für den Wurzelbereich. Pro Saison entspricht das – auf 10 Jahre gerechnet – etwa 15€. Ist außerdem eine Bodenaufbereitung erforderlich, kommen bei den Einmalkosten nochmal etwa 30€ (für entsprechendes Substrat) hinzu, also weitere 3€ pro Saison. Laufende Kosten für Strom, Wasser und Dünger fallen ggü. Einmalkosten deutlich geringer aus. Besonders hoch fallen sie mit knapp 10€ pro Saison in frostigen Gegenden (Garmisch-Partenkirchen) aus. Zeitaufwände sind dagegen insbesondere an sommer-trockenen Standorten hoch, wie z.B. in Magdeburg mit knapp 9h pro Saison. Benötigt eine Hanfpalme winterlichen Frostschutz, so sind für adulte Palmen jährliche Kultivierungskosten (inkl. umgelegter Materialkosten) von etwa 20-30€ anzusetzen. Auch für Jungpflanzen kommt man in dem Fall auf knapp 10€ pro Jahr. In Gegenden, wo Hanfpalmen keinen Frostschutz benötigen, sinken die jährlichen Kultivierungskosten dagegen selbst für adulte Hanfpalmen auf unter 1€. Der zeitliche Gesamt-Aufwand liegt für adulte Palmen bei etwa 4h pro Saison, kann aber insbesondere in sommer-trockenen Gebieten auf über 8h pro Saison ansteigen. Für Jungpflanzen bewegt man sich je nach Standort etwa bei 1-3h pro Saison. Hier die Übersichtfür adulte Hanfpalmen:
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Fazit |
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Kultivierungskosten einer Trachycarpus fortunei werden maßgeblich durch die Kosten für das Winterschutzmaterial beeinflusst. Die Kultivierung einer Hanfpalme ist von daher in frostigen Gegenden besonders teuer. Der Zeitaufwand wird dagegen vornehmlich durch den erforderlichen Bewässerungbedarf beeinflußt und ist von daher in niederschlagsarmen Gegenden besonders hoch. Was mir an der Stelle wichtig ist: Auch, wenn die Materialkosten deutlich die Gesamtkosten dominieren, bietet ein entschleunigtes Exotengärtnern mit einer ressourcenschonenden Kultivierung einige Vorteile für Umwelt, Pflanze und Dich, den Gärtner. |