In meiner 31. Umfrage wollte ich von Euch wissen, was aus Eurer Sicht die größte Herausforderung bei der Exoten-Kultivierung ist. Hier die Ergebnisse!
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Ergebnisse |
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An der etwa 2-monatigen Umfrage (vom 29.05.25 bis 25.07.25) haben 131 User teilgenommen. Wie immer: vielen, vielen Dank für Eure Teilnahme! Und hier die Umfrage-Ergebnisse: Bei der Exoten-Kultivierung empfinde ich als größte Herausforderung…
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Analyse |
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Etwa 2/3 der Befragten sehen winterlichen Frost mit deutlichem Abstand als größte Herausforderung bei der Exoten-Kultivierung an. Die langen Dauerfrostphasen werden hierbei noch kritischer eingestuft als Starkfröste. Während man Starkfröste durch entsprechenden Winterschutz und eine Beheizung noch halbwegs gut abfedern kann, tut man sich bei langen Dauerfrostphasen schwer. Da viele Exoten Flachwurzler sind, werden die knapp unter der Erdoberfläche liegenden Wurzeln schon bei geringem Bodenfrost in Mitleidenschaft gezogen. Folge ist Frosttrocknis, was zum Absterben der Pflanze führen kann. Neben dem Frost wird auch zuviel Niederschlag (etwa 13%) im Winter als Problem eingestuft. Gerade nässeempfindliche Exoten haben mit unseren feuchten Wintern stark zu kämpfen. Stehen Wurzeln dieser Pflanzen zu lange in feuchtem Boden, können die Wurzeln schnell vergammeln. Hier kommt dann auch die Bodenbeschaffenheit (knapp 14%) zum Tragen. Unsere Böden sind häufig stark verdichtet und wenig wasserdurchlässig. Eine Bodenaufbereitung ist aufwändig und großflächig meist kaum realisierbar. Und eine Drainage bewirkt nur etwas, wenn man das überschüssige Wasser wirklich mit Rohren ableitet. Eine Drainageschicht bringt hier meist wenig. Auch zu wenig Sonne wird als Problem (knapp 7%) angesehen. Gerade exotische Früchte brauchen zur Ausreifung viele Sonnenstunden. Fehlt es dagegen an Wärme, so kann man solche Exoten zumindest vor eine wärmespeichernde oder helle Wand pflanzen in der Hoffnung, dass die Ausreifung so trotzdem gelingt. Eine ungünstige Grundstückslage (etwa 3%) kann gleich mehrere Probleme mit sich bringen. Eine exponierte Grundstückslage setzt die Exoten im Winter kalten Ostwinden aus. In einer Talsenke gelegene Grundstücke haben ggf. mit sehr feuchtem Boden zu kämpfen. Und bei besonders schattigen Grundstücken fehlt es im Sommer an Sonne. Manches lässt sich durch geschickte Pflanzung im Garten (günstiges Mikroklima) in gewissem Maß kompensieren. |
Fazit |
| Die Kultivierung exotischer Pflanzen in unseren Breitengraden stellt einen vor mannigfaltige Herausforderungen. Neben Makro- und Mikroklima spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine gewisse Rolle. Vieles davon kann man mit entsprechenden Maßnahmen kompensieren oder zumindest abschwächen. Letztlich eine Frage des Aufwands und damit essentieller Teil unseres wunderschönen Hobbies. |




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