Nach einem endlich mal wieder richtigen Winter geht es nun wieder mit viel Vorfreude in meine inzwischen 16. Exotensaison 2026/27.
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Meine 16. Exotengarten-Saison |
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Ende Februar und es kribbelt schon wieder in den Fingern. Die neue Garten-Saison steht vor der Tür. Ein kurzer Rückblick auf den vergangenen Winter: es war endlich mal wieder ein richtiger Winter. Mehr aber auch nicht. Während es insbesondere in Nord-Deutschland wirklich ungewöhnlich frostig war, war es bei uns (Münchner Umland) letztlich einfach nur ein durchschnittlicher Winter (vgl.: Chronologische Klimadaten: München), was Tiefsttemperaturen und Anzahl Frost-, Strengfrost- und Dauerfrosttage betrifft. Etwas überraschend vielleicht nur dahingehend, dass 3 der letzten 4 Winter bei uns besonders mild waren. Der Energiebedarf für das Beheizen der Exoten belief sich diesen Winter in Summe auf etwa 70kWh, also knapp 30€. Überschaubar bei 12 aktiv beheizten Exoten (weniger waren es i.ü. letztmals im Winter 2020/21). Schauen wir mal, wie gut die Pflanzen den Winter überstanden haben… Und so geht es nun in unsere 16. Exotengarten-Saison. Große Umbaupläne gibt es noch nicht. Gehen muss wohl meine Yucca gloriosa variegata im Exotenbeet 1. Sie hat sich in all den Jahren – vorallem dem recht schattigen Standort geschuldet – nicht recht entwickelt. Überdies ist sie mir einfach zu pilzanfällig. Und optisch gefällt sie mir auch nicht (mehr) so recht. Dann habe ich ein paar Jungpflanzen in Töpfen (4x Trachycarpus fortunei, 1x Ficus carica ‚Sotschi Gold‘, 1x Ficus carica ‚Michurinska-10‘, 1x Citrus Ichangensis x Citrus Sinensis), wo sich die eine oder andere zum Auspflanzen anbieten würde. Außerdem möchte ich nochmal einen Versuch mit Passiflora starten. Da hatte ich die letzten Jahre ja schon einige Versuche unternommen. Dauerhaft hat es bis dato aber leider nie funktioniert. Und ich überlege, ob ich unseren Olea europaea dieses Frühjahr mal radikal zurückschneide, nachdem die Krone die letzten Jahre doch etwas licht geworden ist. |
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Februar 2026 |
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Am 27.02. erfolgt der Winterschutz-Abbau. Ein 1. Winter-Fazit – wo sind bereits Winterschäden erkennbar?
In Summe halten sich die Winterschäden aber zum Glück im Rahmen. |
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März 2026 |
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Anfang März steht die Hamamelis x intermedia ‚Barmstedts Gold‘ (Zaubernuss) bereits in voller Blüte. Auch die Salix integra ‚Hakuro Nishiki‘ (Harlekinweide) beginnt jetzt zart mit dem 1. Austrieb. 3 Pflanzen feiern diesen Monat runde Geburtstage: seit 10 Jahren kultiviere ich nun Yucca rostrata und Yucca gloriosa und seit 5 Jahren Agave ovatifolia. Am 11.03. pflanze ich meine 2 neuen Passiflora caerulea aus. Beide kommen direkt in die Nähe von 2 Pflanzen (Musa basjoo, Tetrapanax papyrifer), die im Winter eh einen guten Passivschutz bekommen. So werden zumindest die Wurzeln der 2 Passiflora automatisch mit geschützt. Vielleicht klappt es ja so… Am 13.03. bestelle ich bei „den Gussmaggs“ / yuccashop.at ein paar neue Pflanzen: eine Aristida purpurea var. fendleriana (Dreizehengras) für 4.50€, eine Iris domestica var. cruenta ‚Salmon Form‘ [im Shop noch veraltet als ‚Belamcanda chinensis‘ geführt] (Leopardenblume) für 5€, eine Imperata cylindrica ‚Rubra‘ (japanisches Blutgras) für 4€ und eine Zantedeschia ‚White Giant‘ (weisse Calla) für 20€, einer Hybride aus Zantedeschia albomaculata und aethiopica. Hinzu kommen in Summe 17€ Versand. Gemäß GTS-„Live“-Checker haben wir bei uns am Stadtrand von München am 17.03. die „magische“ Grünlandtemperatur von 200°C erreicht, die in etwa den nachhaltigen Beginn der Vegetationsphase einläuten soll. |
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April 2026 |
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Nachdem es Ende März noch leichte Nachtfröste gab, wage ich mich nun an das Auspflanzen meiner Neulinge: Die Imperata cylindrica ‚Rubra‘ kommt ins Exotenbeet 1 und die Iris domestica var. cruenta ‚Salmon Form‘ ins Exotenbeet 4. Das noch zu kleine Süßgras – die Aristida purpurea var. fendleriana – und die die Zantedeschia ‚White Giant‘ bleiben erstmal im Topf. Auch die restlichen 3 Passiflora werden nun ausgepflanzt: 2x Passiflora incarnata und 1x Passiflora edulis – wie die anderen 2 etwas geschützt auf der Westseite unseres Grundstücks. Anfang April schlagen 2 der 3 Ficus carica und der Poncirus trifoliata langsam aus. Wir haben bei uns aktuell (04.04.) eine Grünlandtemperatur von 288°C. Vom 06.04.-10.04. haben wir uns einen Kurztrip nach Rom gegönnt – bei durchgängig herrlichem Wetter mit Temperaturen um die 25°C. Wir hatten eine Unterkunft mit 2 kleinen Zimmer direkt in der Altstadt – für mich der schönste Teil von Rom mit seinen vom Leben gezeichneten, engen Gässchen. Es war einfach traumhaft. Jetzt zeigen sich erste Blütenansätze am Poncirus trifoliata. Und der Tetrapanax papyrifer treibt an den verholzten Trieben an mehreren Stellen aus. Sehr gut! Am 19.04. nehmen wir unseren Pool wieder in Betrieb. Etwas Sorge bereitet mir aktuell der Dicksonia antarctica. Die Wachstumsöffnung scheint im März etwas zu viel Frost abbekommen zu haben. Die Wedelschnecken sind dunkelbraun und von glibbrigem, weiss-gelben Schleim umgeben. Ende März hatte es bei uns nochmal -3°C, aufgrund des dortigen schlechten Mikroklimas vielleicht sogar -5 oder -6°C und der Baumfarn war bereits vom Winterschutz befreit. Oh je! ![]() Foto: Dicksonia antarctica (Frostschaden) Auch meine 2 Jung-Feigen – die Ficus carica ‚Cesare‘ und die Ficus carica ‚Ronde de Bordeaux‘ – machen aktuell keinen guten Eindruck. Es tut sich noch nichts. Ich habe es ja diesen Winter erstmals bei allen Yuccas ohne profilaktische Pilzbehandlung im Spätherbst probiert. Leider haben nun einige Yuccas mit z.T. stark verpilzten Blättern zu kämpfen. Auf der anderen Seite zeigen sich Mitte April bereits erste Blütenansätze an den 3 großen Trachycarpus fortunei. Und bei den 2 Asimina triloba und beim Poncirus trifoliata haben sich erste Blüten bereits geöffnet. Schön! Ende April entdecke ich erste erbsengroße Fruchtansätze (‚Brebas‘) bei der Ficus carica ‚Michurinska-10‘ und der Ficus carica ‚Sotschi Gold‘. Was i.ü. wieder auffällt: während bei der ‚Michurinska-10‘ etwa die Hälte der Triebspitzen leichte Frostschäden hat, ist die ‚Sotschi Gold‘ nahezu makellos durch den Winter gekommen. Und sie treibt etwas schneller aus. Unser Exotengarten feiert seinen 15. Geburtstag. Ein kleiner Rückblick! Und nun wird doch nochmal umgepflanzt: mein Ficus carica ‚Ronde de Bordeaux‘ ist doch fast bis ganz unten zurückgefroren und treibt nur unten in Bodennähe wieder aus. Ich habe ihn entsprechend weit runtergeschnitten und ‚peppel‘ ihn nun erstmal im Topf wieder auf. An seine sonnenreiche Stelle kommt stattdessen der Nerium oleander ‚Atlas‘, der an seiner bisherigen Stelle doch arg schattig stand. Und an diese schattige Stelle pflanze ich nun wiederum die Zantedeschia ‚White Giant‘, die sehr unter ihrem bisherigen, sonnenreichen Standort litt. Hoffentlich Win-Win für alle! I.ü.: die Regenerationsfähigkeit vom Xanthorrhoea johnsonii ist wirklich erstaunlich. Nachdem ich die erfrorenen Blattspitzen Ende Februar alle auf etwa 10cm zurückgeschneiden musste, sind die Grashalme nun schon wieder richtig kräftig gewachsen. Klasse! Und nun bestelle ich noch 2 neue Pflanzen, eine Agave parryi cv. ‚Blue Huntington‘ für 25€ (zzgl. 18€ Versandkosten) bei eBay (Seller: ‚Botanical Archive‘ / Italien) und eine Agave montana für 29€ (zzgl. 6€ Versandkosten) ebenfalls bei eBay (Seller: ‚pflanzen-floren2‘). |
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Mai 2026 |
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In Summe sieht es Anfang Mai folgendermaßen aus: die 2 Asimina triloba, der Poncirus trifoliata und beide Akebia quinata (mit betörendem Duft!) stehen in der Vollblüte. Die 3 Ficus carica schlagen aus und bilden erste Brebas. Die 3 adulten Trachycarpus fortunei schieben nun kräftig ihre Blütenstände heraus. Auch der Diospyros kaki x virginiana ‚Nikita’s Gift‘ und der Morus alba x Morus rubra ‚Illinois Everbearing‘, der Tetrapanax papyrifer, die Gunnera manicata und die Musa basjoo (zumindest bislang 1 der 2) schlagen aus. Auf der anderen Seite sind der Albizia julibrissin ‚Rosea‘, der Ziziphus jujuba und der große Olea europaea ‚Arbequina‘ noch nicht wieder aus dem Winterschlaf erwacht und der Dicksonia antarctica bereitet weiter große Sorgen… Am 07.05. kommt die Agave montana an. Sehr gut verpackt. Und die Agave macht einen sehr guten Eindruck. So soll es sein! Sie wird direkt ins Exotenbeet 1 gepflanzt. Es war (mal wieder) kein guter Yucca gloriosa-Winter. Beide stark verpilzt und bei der Gloriosa im Exotenbeet 4 sind 2 der 3 Köpfe vergammelt. Gloriosa und ich – das wird wohl keine Freundschaft mehr… Ein neues Experiment: heute pflanze ich meine Citrus Ichangensis x Citrus Sinensis auf der eher schattigen Westseite unseres Grundstücks (Exotenbeet 3) direkt neben der Poncirus trifoliata aus. Das wird im Winter ein heißer Ritt. Spannend im übrigen, wie unterschiedlich weit die Pflanzen im Garten sind: während 2 der 3 Ficus carica und die Poncirus trifoliata schon eifrig ihre ersten Früchte ausbilden, sind Albizia julibrissin und Ziziphus jujuba noch im Tiefschlaf. Erfreulich i.ü., dass meine 2 großblättrigen Exoten – der Tetrapanax papyrifer und die Gunnera manicata – den Winter gut verkraftet haben und kräftig austreiben. Beim Morus alba x Morus rubra ‚Illinois Everbearing‘ zeigen sich erstmals ganz zaghaft kleine Blüten- / Fruchtansätze. Und was mal erwähnt werden muss: die Blüten der 2 Akebia quinata verströmen einen betörenden Duft, der den ganzen Garten einhüllt. Herrlich! Mitte Mai schlagen nun auch meine Spätzünder – die Albizia julibrissin und der Ziziphus jujuba – endlich aus. Einzig die Musa basjoo im Exotenbeet 7 (Nordseite) sendet noch kein Lebenszeichen. Und der Dicksonia antarctica macht mir weiter größte Sorgen. Bei meinen 3 großen Trachycarpus fortunei haben sich diese Saison 6 Blütenstände am Weibchen und je 5 bei den Männchen ausgebildet. Ich habe das Gefühl, dass die Blütenbildung diese Saison zeitlich besser synchronisiert ist, so dass es dieses Mal vielleicht wieder mehr Bestäubungserfolge gibt. |
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