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Naturfreundliches Exotengärtnern? – Nein, danke? Exotengarten-Philosophien

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    Vielen Exotengärtnern scheint das naturfreundliche Gärtnern ziemlich schnuppe zu sein. Schade eigentlich…

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    Eins vorweg: naturschädliches Gärtnern ist kein reines Exotengärtner-Thema, sondern gilt selbstredend auch für den ein oder anderen ’normalen‘ Gärtner. Der Schottergarten lässt beispielhaft grüßen. Aber das Exotengärtnern bietet ggü. dem ’normalen‘ Gärtnern mehr Angriffsfläche, insbesondere, was das Artensterben einheimischer Pflanzen und den CO2-Fußabdruck durch das winterliche Beheizen der Exoten betrifft.
    Grund genug, sich gerade als Exotengärtner hier ein paar mehr Gedanken zu machen. Und es gäbe durchaus Möglichkeiten, auch das Exotengärtnern halbwegs im Einklang mit der Natur zu betreiben:

    • geeignete Pflanzenauswahl, also möglichst frostharte, nicht invasive Pflanzen, die unseren Tieren Nahrung bieten
    • effektiver Winterschutz zur Minimierung des winterlichen Strombedarfs
    • Beheizung mit grünem Strom, z.B. über eine eigene Photovoltaik-Anlage
    • Bewässerung mit Regenwasser, z.B. aus der Regentonne oder Zisterne
    • Düngung mit organischem Dünger
    • Pflanzenschutzmittel nur im äußersten Notfall

    Leider scheint das naturfreundliche Gärtnern vielen (Exoten-)Gärtnern ziemlich schnuppe zu sein. In entsprechenden Diskussionen kommen dann häufig die typischen ‚Argumente‘:

    • Klimawandel ist kein menschen-gemachtes Problem. Klimatische Veränderungen gab es schon immer im Laufe der Zeit.
    • Klimaschutzmaßnahmen sind völlig übertriebene Forderungen ‚grüner Wohlstands-Ökos‘.
    • Was bringt es, wenn wir uns hier in Deutschland mit Klimaschutzregelungen geißeln, während der Rest der Welt die Natur mit Füßen tritt?
    • Warum sollte ich etwas für das Klima tun, wenn mein Nachbar es nicht tut?

    All das halte ich für billige Ausreden.
    Kein Mensch muss hier vom Saulus zum Paulus werden. Bin ich auch nicht. Das Meiste, was im Leben Spaß macht, gibt es leider nicht zum Öko-Nulltarif.

    Aber im Rahmen der eigenen Möglichkeiten die Natur nicht übermäßig zu belasten, sollte man erwarten dürfen, finde ich. Gerade das Exotengärtnern ist eine Ode an die Natur und seine Schönheit. Mit dieser respektvoll umzugehen, etwas Haltung zu zeigen, das ist doch nicht zuviel verlangt, oder?