Pflanze der Saison 2018/19: Indianerbanane Mein Exotengarten in München

Immer wieder gibt es Pflanzen, die einen ganz besonders im eigenen Garten erfreuen. Sei es, weil sie den Winter überraschend gut überstanden haben, weil sie besonders schnell wachsen, ausgiebig blühen oder leckere Früchte bilden. Welche Pflanze ist die Pflanze der Saison 2018/19 in meinem Exotengarten?

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Die aus Amerika stammende Indianerbanane ist in deutschen Gärten sehr selten anzutreffen und gilt daher bei uns als exotisch. Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass die Indianerbanane bei uns vollkommen winterhart ist, dass sie einen schönen Habitus mit großen Blättern und ungewöhnlichen Blüten hat und herrlich exotisch-schmeckende Früchte bildet, die in günstigen Sommern bei uns sogar ausreifen.

Genau aus diesen Gründen habe ich in der Saison 2013/14 eine veredelte, selbstfruchtende Indianerbanane ‚Sunflower‘ bei mir im Garten ausgepflanzt. Sie war damals knapp 100cm groß und der Stamm war eher ein dünnes Ästchen, nicht mal einen kleinen Finger breit.

Bereits in der Folgesaison 2014/15 bildeten sich erste Blüten und von da an zuverlässig jede Saison, allerdings maximal überschaubare 15 Stück. In der Saison 2015/16 bildeten 2 Blüten sogar 4 kleine Fruchtansätze, die aber bereits sehr früh wieder abgeworfen wurden. In der Saison 2016/17 legte die Indianerbanane dann ein kräftiges Wachstum hin (siehe auch: Chronologisches Wachstum meiner Indianerbanane). Was auch nach 5 Saisons fehlte, waren Früchte.

Die Früchte der Indianerbanane gelten als absolute Delikatesse mit einem fantastischen Mango-Banane-Vanille-Geschmack. Was würde ich dafür geben, solche mal im eigenen Garten ernten und probieren zu können?

Zweifel kamen auf. Fehlt eine Befruchterpflanze? Steht die Pflanze zu schattig? Mache ich Fehler bei der Pflege? Was, wenn sich doch irgendwann Früchte bilden, die aber nicht ausreifen?

Im Frühjahr 2018 wieder das selbe Spiel: es bildeten sich Blüten, dieses Mal allerdings 28 Stück, also nahezu doppelt so viele wie sonst. Um der Natur nachzuhelfen, spielte ich nun mit einem Pinsel Bienchen. Im Frühsommer hatten 10 Blüten etwa 38 Fruchtansätze gebildet. Hoffnung keimte. Aber wieder das alte Spiel. Stück für Stück wurden die Fruchtansätze frühzeitig wieder abgeworfen. Bis auf 2. Und die wuchsen und wuchsen und wuchsen. Bis Ende September. Da lagen sie eines Morgens plötzlich am Boden und erste Ameisen hatten bereits kleine Löcher reingefressen. Ende September? Puh! Das ist früh. Eigentlich heißt es doch, dass gerade die Sorte ‚Sunflower‘ bei uns etwa bis Ende Oktober zum Ausreifen benötigt. Nach dem Aufschneiden und Verkosten der Früchte dann die große Erleicherung: sie waren definitiv reif und schmeckten traumhaft.

In der 6. Standsaison hat meine Indianerbanane also endlich erste Früchte gebildet. Verbunden mit der Gewissheit, dass Indianerbananen bei uns auch im Halbschatten ausreifen können. Das macht die Indianerbanane zurecht zu meiner Pflanze der Exotensaison 2018/19.


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