Bitterzitrone: Steckbrief Citrus trifoliata

Wer eine Zitruspflanze für die dauerhafte Auspflanzung im Garten sucht, sollte sich eine Bitterzitrone zulegen. Diese ist in ganz Deutschland quasi winterhart, kommt also im Regelfall ohne jeglichen Winterschutz aus.

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Systematik

Die Bitterzitrone (Citrus trifoliata), auch dreiblättrige Orange oder Bitterorange genannt, ist die einzige Art aus der Gattung Poncirus und gehört zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Sie ist keine Zitruspflanze, aber sehr eng mit diesen verwandt, was mit dem lateinischen Namen ‚Citrus trifoliata‘ unterstrichen wird.

Herkunft / Verbreitung

Die Bitterorange stammt aus China und Japan.

Eigenschaften

Wachstum

Die Bitterzitrone wächst als Strauch oder kleiner Baum mit Wuchshöhen bis zu 4m. Als junge Pflanzen sind Bitterzitronen raschwüchsig, später ist der Zuwachs verhalten.

Frosthärte

Generelle Frosthärte-Informationen zur Bitterzitrone finden sich hier. Sie gilt als die frosthärteste ‚Zitruspflanze‘.

Habitus

Rhizom / Wurzelsystem / Meristem

Im Gegensatz zu anderen Zitruspflanzen mit tiefen Pfahlwurzeln sind die Wurzeln der Bitterzitrone stark verzweigt.

Stamm

Bitterzitronen haben eine grüne Rinde, die im Alter gräulich-grün wird mit schuppiger Borke. Die Sprosse sind – wie bei Zitruspflanzen typisch – stark bedornt mit spitzen, bis zu 7cm langen, grünen Dornen.

Blätter

Die Bitterzitrone bildet eine rundliche Krone, die – im Gegensatz zu echten Zitruspflanzen – im Winter ihr Laub abwirft. Die Blätter sind tropfenförmig mit leicht gezacktem Rand und – im Gegensatz zu Zitruspflanzen – dreiteilig, wobei das mittlere Blatt ein Stück größer ist. Im Frühjahr ist das Laub hellgrün, im Sommer dunkelgrün und im Herbst orange.

Blüten

Die Bitterorange blüht am vorjährigen Holz. Blütenknospen für das Folgejahr werden entsprechend bereits im Herbst deutlich sichtbar angelegt. Bitterorangen blühen von April bis Mai am blattlosen Baum. Die zwittrigen, weißen Blüten sind ca. bis 4cm groß und haben einen leichten Zitrusduft. Bitterzirtonen sind selbstfertil. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder durch Selbstbestäubung.

Früchte

Im Herbst bilden sich gelbe bis gelborange, zitrusähnliche Früchte, die botanisch gesehen i.ü. zu den Beeren gehören. Sie sind rund und haben einen Durchmesser bis zu 5cm. Die bis zu 1cm dicke Schale ist rau und behaart. Die Früchte kommen im Oktober zur endgültigen Reife. Das Fruchtfleisch ist grünlich und enthält viele Kerne. Die Früchte der Bitterorange sind zwar essbar, aber sehr sauer und etwas bitter. In Asien werden die Früchte im Medizinbereich zur Behandlung allergischer Entzündungen eingesetzt.


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