Euphyllura olivina-Befall bei Pflanzen Mangelerscheinungen + Krankheiten

Befinden sich weiße, klebrige Gespinste an Blättern oder Trieben, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um Wolläuse handelt. Bei Olivenbäumen kann diese Diagnose aber falsch sein…

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Symptome

Euphyllura olivina – im Deutschen gelegentlich als Ölbaumblattflöhe bezeichnet – gehören der Überfamilie der Blattflöhe (Psylloidea) an. Sie werden etwa 3 Monate alt + können bis 2.5mm lang werden, können gut springen, sind hellgrün mit beigen Beinen und erinnern mit ihrem breiten Kopf + den großen Augen optisch an die Larve einer Zikade.

Ölbaumblattflöhe finden sich am Olivenbaum (Olea europaea), aber auch an der schmalblättrigen Ölweide (Elaeagnus angustifolia) + der breitblättrigen Steinlinde (Phillyrea latifolia). Sie scheiden – ähnlich wie Wollläuse – an Blättern, in Blattachseln, an Blüten + jungen Früchten eine wachsartige Substanz aus, welche die Schädlinge als kleine, weiße, bei Kontakt schmierige Gespinste umhüllt. Zur Unterscheidung ggü. den Wollläusen benötigt man aufgrund der Größe i.d.R. eine Lupe.

Weibliche Ölbaumblattflöhe beginnen mit der Eiablage, wenn die Pflanzen neue Triebe bilden. Die Eier werden an Zweigen und zwischen den Blättern junger Triebe abgelegt. I.d.R. treten pro Saison 3 Ölbaumblattfloh-Generationen auf. Die 1. Generation erscheint im März, die 2. im Mai (also zur Olivenbaumblüte) und die 3. im September (also während der Fruchtreifung). Bei Temperaturen über 25°C und zur Überwinterung verkriechen sich die Flöhe zum Schutz in Stammöffnungen.

Ursachen

Ursprünglich sind Ölbaumblattflöhe im Mittleren Osten beheimatet. Inzwischen haben sie sich – mit Pflanzen importiert – weltweit invasiv ausgebreitet.

Gefahren

Ölbaumblattflöhe saugen an Blättern, Trieben + Blüten und schwächen so die Pflanze. Dabei scheiden sie Honigtau aus, der überdies zu Schwärzepilz führen kann. Befallene Blätter + Blüten fallen vorzeitig ab und führen zu geringerem Fruchtertrag.

Maßnahmen

Ölbaumblattflöhe sollten bereits im März mit dem 1. Auftreten bekämpft werden, da so die Population folgender Generationen direkt eingedämmt wird. Idealerweise bekämpft man die Flöhe bereits, bevor sich die weißen Gespinste gebildet haben, da diese die Schädlinge schützen.

Befallene Pflanzen kann man mit Niemöl, Gartenbauöl oder Insektizidseife bekämpfen.

Wenn das nicht hilft, gibt es auch entsprechende Insektizide, die allerdings giftig sind und daher zumindest bei späterem Verzehr der Früchte vermieden werden sollten.


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