Kaktus: Steckbrief Cactaceae

Kakteen fallen vorallem durch ihre kuriosen Wuchsformen, ihre z.T. imposanten Stacheln und ihre farbenfrohen Blüten und Früchte auf. Im Wüstenbeet dürfen diese exotischen Pflanzen daher auf keinen Fall fehlen.

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Systematik

Kakteengewächse (Cactaceae) sind eine Familie in der Ordnung Nelkenartige (Caryophyllales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida).

Systematik Name
Domäne Lebewesen mit Zellkern (Eukaryoten)
Gruppe Taxon (Archaeplastida)
Reich Pflanzen (Plantae)
Abteilung Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Klasse Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Ordnung Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie Kakteengewächse (Cactaceae)
Herkunft / Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Kakteen beschränkt sich auf den amerikanischen Kontinent vom südlichen Kanada bis Argentinien und Chile, Einzige Ausnahme bildet die ‚Rhipsalis baccifera‘, die man auch in Afrika findet. Kakteen wachsen sowohl in Tiefebenen als auch in Hochgebirgen, in Regenwäldern, Steppen und Wüsten.

Kakteen kommen aus Gebieten mit etwa 3000 Sonnenstunden, 30-100 Regentagen und einem Jahresniederschlag von 100-400mm. Bei uns hat es demgegenüber ca. 1500 Sonnenstunden und 150-200 Regentage mit einem Jahresniederschlag von 500-1000mm.

Eigenschaften

Wachstum

Kakteen gehören zu den Sukkulenten (meist stamm-sukkulent).

Sie können je nach Sorte 15 bis 200 Jahre alt werden, wenige Zentimter bis zu 20m hoch werden und bis zu 1m pro Jahr wachsen.

Kakteen wachsen verzweigt oder unverzweigt, baum- oder strauchartig, als Säule, Kugel oder Scheiben.

Frosthärte

In den rauen Gegenden Deutschlands mit angemessenem Schutzaufwand auspflanzbar gelten diese Kakteenarten.

Habitus

Rhizom / Wurzelsystem / Meristem

Die Wurzeln sind bei stamm-sukkulenten Kakteen faserig, bei rhizom-sukkulenten Kakteen eher knollig.

Stamm

Die Hauptsprosse stehen einzeln oder verzweigt. Hauptsprosse und Zweige wachsen aufrecht, kriechend oder hängend. Auf den zylindrischen oder abgeflachten Sprossen befinden sich gleichmäßig verteilte Areolen. Areolen sind kreisrunde bis länglich ovale, filzige Polster, aus denen üblicherweise Dornen und häufig Haare und Borsten entspringen.

Im Herbst färben sich Kakteen ins rotbraune und schrumpfen. Das Schrumpfen ist für Kakteen überlebenswichtig, bestehen sie doch im Sommer zu 80% aus Wasser und würden so den Frost nicht überstehen können.

Ab Anfang Mai pumpen sich die Kakteenkörper wieder auf.

Blätter

Die meisten Kakteen besitzen keine Blätter. Falls doch, entspringen die Laubblätter i.d.R. den Areolen. Nebenblätter sind nicht vorhanden.

Blüten

Die 1 bis 30cm großen, zwittrigen Blüten entspringen i.d.R. den Areolen, meist einzeln, selten in kleinen Gruppen. Je nach Bestäuber (tag- oder nachtaktiv) sind die Blüten tagsüber über nachts geöffnet.

Früchte

Die i.d.R. fleischigen Früchte sind in reifem Zustand meist auffällig gefärbt. Ihre Dornen fallen dann ab oder lassen sich leicht wegschieben.


4 Kommentare zu “Kaktus: Steckbrief Cactaceae
  1. Carlotta sagt:

    super

  2. Lennart sagt:

    Find ich gut 🙂

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