Palmlilie: Pflege Yucca

Die meisten Palmlilien sind erschwerte Bedingungen in Form von langen Dürrephasen und Nährstoffmangel aus ihrer Heimat gewöhnt. Eine regelmäßige Düngung ist trotzdem empfehlenswert.

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Allgemein

Palmlilien sind sehr anspuchslos und pflegefehlertolerant.

Düngung

Ausgepflanzte Palmlilien benötigen für einen gesunden Wuchs – entgegen landläufiger Meinung – sehr wohl eine regelmäßige Düngung. Idealerweise verwendet man Volldünger im NPK-Mischverhältnis 2-4-4 oder Vielfachen davon.

Bewässerung

Palmlilien kommen bei uns auch während längerer Trockenphasen ohne zusätzliche Bewässerung aus. Bei andauerndem, starken Niederschlag benötigen die meisten Yuccas daher neben einer guten Drainage einen geeigneten Nässeschutz.

Auch unbewurzelte Palmlilien sollten die ersten Monate nicht oder nur sehr wenig gegossen werden, da die feinen, neu-gebildeten Wurzeln schnell faulen. Das Bewurzeln kann i.ü. etwa 3-12 Monate dauern.

Schnitt

Abgestorbene, braune Blätter sowie der verblühte Blütenstand können am Ansatz entfernt werden.

Während das Entfernen abgestorbener Blätter bei den meisten Yucca-Arten rein optische Bewandnis hat, ist das Entfernen der Blätter bei breitblättrigen Arten (gloriosa, recurvifolia, …) durchaus ratsam, um die winterliche Fäulnis-Gefahr zu reduzieren. Hierzu empfiehlt es sich, die alten Blätter am Stamm abzureissen. Beim Abschneiden bleiben Blattreste am Stamm, wo es dann bei Feuchtigkeit schnell faulen kann. So sieht man gelegentlich Yuccas, die einen fauligen, weichen und in Folge ausgehöhlten Stamm haben, der dann bei weiterem Fortschritt ggf. sogar abknickt / abbricht.

Ist eine Yucca von Pilzen befallen, empfiehlt sich ein radikaler Rückschnitt, der meist einen kräftigen Neuaustrieb zur Folge hat.

Vermehrung

Die Vermehrung von Yuccas ist i.d.R. unkompliziert und sehr erfolgsversprechend.

Sehr einfach gelingt die vegetative Vermehrung durch Teilung der Yucca, sobald sich nach der Blüte neue Schösslinge gebildet haben. Einige stammbildende Yucca-Arten (gloriosa, recurvifolia, elata, …) bilden auch Wurzelausläufer, die man abtrennen und neu pflanzen kann. Der Schnitt sollte mit Kerzenwachs, Baumwachs oder Wundverschlussmittel versiegelt werden.

Alternativ bietet sich bei stammbildenden Yuccas die vegetative Vermehrung über Kopfstecklinge (= abgeschnittene Yucca-Köpfe) oder Stammschnittlinge (= Stammabschnitte ohne Kopf und Wurzel) an. Aufgrund der schlechten Nässeverträglichkeit von Yuccas ist eine Bewurzelung in Wasser nicht zu empfehlen. Die Bewurzelung sollte vielmehr durch direktes ‚Pflanzen‘ des Stammabschnitts – mit der richtigen Seite nach unten – in den Erdboden (ca. 10cm tief) erfolgen und dauert ca. 1-3 Monate. Im 1. Jahr muss der Stammabschnitt mit einer Stütze fixiert werden. Aufgrund der hohen Erfolgschancen werden im Handel oftmals ungewurzelte Stecklinge angeboten.

Die generative Vermehrung über Samen ist ebenfalls sehr unkompliziert. Nach etwa 2 Wochen keimen die meisten Samen bereits.


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