Australischer Taschenfarn: Kauf + Auspflanzung Dicksonia antarctica

Der australische Baumfarn wächst extrem langsam. Entsprechend teuer sind Exemplare mit einem größeren Stamm. Da Baumfarne gerne auch als ‚wurzelloser‘ Stamm verkauft werden, stellt bei diesen Exemplaren die Auspflanzung eine besondere Herausforderung dar.

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Kauf

Für voll-durchwurzelte Exemplare zahlt man ca. 2€ pro 1cm Stamm.

Sucht man günstigere Variante, so werden gelegentlich wurzellose*, gesägte Baumstumpfe verkauft. Beim Kauf sollte man unbedingt auch darauf achten, dass man einen Baumstumpf kauft, wo nur das Wurzelende abgesägt ist, nicht aber die Wachstumsöffnung, da hier das lebensnotwendige Meristem (=Wachstumszentrum) sitzt. Mit etwas Glück hat der Baumstumpf dann nach etwa 6 Monaten gewurzelt. Bis dahin muss der Baumstumpf in der Erde gut fixiert werden, damit er nicht umkippt.

Da die Wedel nur sehr wenig Frost vertragen, werden in den Wintermonaten z.T. auch Baumfarne mit abgeschnittenen Wedeln verkauft. Die Wedel wachsen im Frühjahr aber sehr schnell nach.

* wurzellos ist nicht ganz korrekt, da der ‚Stamm‘ eigentlich kein Stamm ist, sondern ein Geflecht aus alten Blattstielen und oberirdischen Wurzeln

Auspflanzung

Allgemein

Da der australische Taschenfarn nur bedingt winterhart ist, ist die Auspflanzung riskant. Wer den Baumfarn nicht dauerhaft auspflanzen möchte, kann ihn alternativ z.B. per Schale-in-Schale-Methode auspflanzen. Hierbei wird der Baumfarn im Topf in einen minimal größeren Topf gesetzt, den man im Erdboden versenkt. So kann man – sobald es frostig wird – den inneren Topf samt Pflanze einfach herausheben und frostfrei in Haus, Garage o.ä. überwintern.

Gelegentlich liest man von Leuten, die ihren Baumfarn nicht in die Erde pflanzen, sondern auf einen abgestorbenen Baumfarnstumpf pfropfen (damit der Baumfarn größer erscheint) oder ihn einfach einbetonieren (kein Scherz!). Beiden Ansätzen liegt die falsche Annahme zugrunde, Baumfarne würden sich ausschließlich über die Wurzeln am Stamm versorgen, während die unterirdischen Wurzeln rein dem Halt des Farns dienen. Das ist einfach falsch. Alle Wurzeln dienen der Versorgung des Baumfarns. Es mag sein, dass Baumfarne diese Experimente unter günstigen Umständen eine gewisse Zeit überleben, gesund gedeihen werden sie aber sicher nicht.

Gelegentlich wird empfohlen, den frisch gekauften Baumfarn zunächst mehrere Stunden in einem Wasserfass o.ä. zu tränken. Auch dieser Tipp ist fragwürdig. Insbesondere bei frisch abgesägten Baumstümpfen ist Vorsicht geboten: der frische Schnitt stellt – bis die Stelle wieder verholzt ist – eine gefährliche Eintrittspforte für Schädlinge und Fäulnis dar. Setzt man den Stamm nun unter Wasser, erhöht man das Fäulnis-Risiko massiv.

Ein Baumfarn hat sich i.ü. dann an einem neuen Standort etabliert, wenn sein Stamm wieder in seinem ursprünglichen Umfang weiterwächst.

Standort

Der australische Baumfarn bevorzugt einen halbschattigen, windgeschützten Standort.

Pflanzt man einen Baumfarn an einen vollsonnigen Standort, so besteht die Gefahr, dass die Stammwurzeln sukzessive vertrocknen, da man diese nicht mehr im erforderlichen Maß feucht halten kann. In Konsequenz zeigen vollsonnig gepflanzte Baumfarne oft ein deutlich verringertes Wachstum mit klein-bleibenden Wedeln. Außerdem besteht bei Temperaturen ab etwa 30°C die Gefahr, dass es zu Verbrennungen an den jungen Wedelschnecken kommt.

Farne halten i.ü. Schnecken und andere Schädlinge fern und können so als Schädlingsschutz für andere Pflanzen fungieren.

Zeitpunkt

Idealerweise pflanzt man den Baumfarn im Frühjahr aus, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, also frühestens Anfang April.

Pflanzloch

Da sich eine Drainageschicht für den Baumfarn empfiehlt, sollte man das Pflanzloch etwa doppelt so tief und breit wie den Wurzelballen machen.

Boden

Der Baumfarn bevorzugt einen leicht sauren, lockeren Boden, idealerweise zur besseren Durchlüftung mit Kies oder Blähton als Drainageschicht darunter.


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