Bestäubungsstrategien von Pflanzen

Pflanzen haben unterschiedlichste Strategien, wie sie sich zur Fortpflanzung bestäuben lassen. Die Art der Bestäubung hat wiederum direkten Einfluss auf die Kultivierung der jeweiligen Pflanze im Garten.

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Allgemein

Damit Pflanzen sich fortpflanzen können, müssen sie bestäubt werden. Als sesshafte Lebewesen sind sie dazu im Gegensatz zu Mensch + Tier auf fremde Hilfe angewiesen.

Manche Pflanzen setzen hierzu auf den Wind (insbes. Nadelbäume, Gräser und viele Laubbäume), andere (insbes. die meisten Blütenpflanzen) auf Tiere – vornehmlich Insekten + Vögel.

Windbestäubung

Die Windbestäubung ist – im Gegensatz zur Tierbestäubung – weitaus ineffizienter, da ihr Erfolg von vielen äußeren Faktoren + Zufällen abhängt. Damit sie trotzdem halbwegs zuverlässig funktioniert, produzieren Windbestäuber Unmengen an Pollen.

Tierbestäubung

Viele Pflanzen locken gezielt nur bestimmte Tiere an, die danach halbwegs verlässlich wieder Blüten der selben Spezies ansteuern. Dazu verwenden die Pflanzen ganz bestimmte Farben, Düfte + Formen ihrer Blüten.

Tagaktive Insekten werden meist über kräftige Blütenfarben angelockt, während nachaktive Insekten eher über helle, meist weisse Blüten angezogen werden, die im Dunkeln gut sichtbar sind.

Als Lockstoff verwenden die meisten Pflanzen süßen Nektar, mit dem vor allem Honigbienen, Wildbienen oder Hummeln angezogen werden.

Es gibt aber auch Pflanzen, die eher einen unangenehmen Aasgeruch verströmen und so vorallem Schmeißfliegen, Aaskäfer o.ä. anlocken wollen. Hierzu zählt zum Beispiel die Indianerbanane, die darüber hinaus mit braunen Blüten wirbt, was die Illusion von Aas weiter perfektioniert.

Pflanzen wie z.B. Orchideen locken wiederum mit Blüten, die wie bestimmte weibliche Insekten aussehen + riechen. So werden deren männliche Vertreter angelockt.

Rückschlüsse auf die Kultivierung

Da die Fortpflanzung von Pflanzen nur zwischen Blüten derselben Spezies funktioniert, ist es insbesondere bei sebtststerilen, wenig-verbreiteten Exoten wichtig, entsprechende Befruchtungspartner zu pflanzen.

Bei Pflanzen, die mit Verwesungsgerüchen locken, sollten Befruchtungspartner – im Gegensatz zu bienenbestäubten Pflanzen – in kurzen Abständen gepflanzt werden, da angelockte Schmeißfliegen, Aaskäfer o.ä. im Gegensatz zu Bienen + Hummeln nur ein kleines Einzugsgebiet haben.


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