Bodenarten Freilandexoten in den rauen Gegenden Deutschlands

Die Bodenart im eigenen Garten hat maßgeblichen Einfluss auf Schutz + Pflege der Pflanzen. Bis zu einem gewissen Maß lässt sich der Boden über Aufbereitungsmaßnahmen verändern…

Bodenarten

Man unterscheidet folgende Bodenarten:

Bodenart ph-Wert Nährstoff
Bor Calcium Eisen Kalium Magnesium Phosphor
Sand 5.3-5.7 x   x      
lehmiger Sand (Schluff) 5.8-6.2 x x x x    
sandiger Lehm 6.3-6.7   x   x x x
Ton >6.7   x   x x x

Worin unterscheiden sich die Bodenarten?

Eigenschaft Beschreibung Konsequenz
Bearbeitbarkeit Sandige Böden gelten als leichte Böden, da sie ackerbaulich leicht bearbeitbar sind. Tonige + lehmige Böden gelten dagegen als schwere Böden.  
ph-Wert Sandige Böden haben einen niedrigen ph-Wert (sauer), Ton- / Lehm-Böden einen hohen (neutral bis alkalisch). Abhängig vom ph-Wert des Bodens stehen der Pflanze bestimmte Nährstoffe mehr oder weniger stark zur Verfügung. Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, gilt es entsprechend, den spezifischen Nährstoffbedarf der jeweiligen Pflanze und den Nährstoffgehalt des eigenen Bodens über eine entsprechende Düngung möglichst in Einklang zu bringen.
Nährstoffe Lehmiger Boden ist nährstoffreicher. Starkzehrer (z.B. Palmen) benötigen hier i.d.R. weniger zusätzlichen Dünger.
Wasserspeicherung Lehmiger Boden kann Wasser besser speichern. Durstige Pflanzen (z.B. Bananen) benötigen bei dieser Bodenart weniger Zusatzbewässerung.
Staunässe Lehmiger Boden neigt zu Staunässe. Nässeempfindliche Pflanzen (insbesondere Wüstenpflanzen) mögen keine Staunässe (Gefahr der Wurzelfäule). Zur Vermeidung von Staunässe ist bei nässeempfindlichen Pflanzen und lehmigem Boden eine Drainageschicht Pflicht.
Temperaturschwankungen / Bodenfrost Lehmiger Boden reagiert langsamer auf Temperaturveränderungen, kühlt also nicht so schnell aus, erwärmt sich aber auch langsamer. Lehmiger Boden friert daher auch langsamer durch, der Bodenfrost (siehe auch: Gefahren durch Bodenfrost) hält aber länger an. Insbesondere bei Lehmböden müssen im Winter erhöhte Wurzelschutzmaßnahmen (Schneedecke, Mulchung) ergriffen werden, um tiefgreifenden und damit langfristigen Bodenfrost zu vermeiden.

Bodenaufbereitung

Bodenaufbereitungsmaßnahmen sollten im zeitigen Frühjahr erfolgen.

Um Staunässe zu vermeiden, kann man Böden Rindenhumus oder Sand untermischen. Möchte man dagegen die Wasser- + Nährstoffstoff-Speicherkapazität erhöhen, sollte man den Boden mit Kompost, Bentonit oder Lehm aufbereiten.

Bei sauren Böden kann man den ph-Wert durch Einarbeiten von Kalk oder Basaltmehl erhöhen. Bei alkalischen Böden kann man den ph-Wert durch Granitmehl, Kaffeesatz oder Torf senken.

Tonboden sollte man zur besseren Belüftung öfter umgraben, Lehmböden selten (maximal 1x pro Jahr), humusreichen / leichten Boden möglichst nie.


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