Der desillusionierte Palmenliebhaber (Fortsetzung) Exotengarten-Geschnatter

Manchmal täuscht man sich bei der Erst-Einschätzung von Personen doch gewaltig. Entpuppt sich der desillusionierte Palmenliebhaber im Nachhinein als das komplette Gegenteil?

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Ich hatte bereits 2017 vom desillusionierten Palmenliebhaber berichtet, einem mir unbekannten Nachbarn in unserer Siedlung, bei dem im heftigen Winter 2016/17 seine 5 nur sehr dürftig geschützten Hanfpalmen leider alle eingegangen sind. Was für ein Drama!

Neulich bin ich am Garten mal wieder vorbei gefahren. Und was entdecke ich? Eine große Hanfpalme und eine megafette Dattelpalme. Beide ausgepflanzt, wenn ich das richtig beobachtet habe. Zusammen haben die 2 Minimum 1000€ gekostet. Der desillusionierte Palmenliebhaber war offenbar nicht sehr lange desillusioniert…

Was mich aber noch mehr irritiert: beide Palmen haben nach dem sehr milden Winter 2018/19 schon wieder auffallend gelbe Blattspitzen. Hat mein Nachbar die tollen Pflanzen etwa wieder so schlecht geschützt?

Hatte ich den Nachbarn im 1. Beitrag noch als ‚Bruder im Geiste‘ bezeichnet, so habe ich inzwischen arge Zweifel. Die Freilandhaltung von Palmen ist bei uns in Bayern sicher nicht ganz einfach. Nach einer Pleite wie der im Winter 2016/17 einen 2. Versuch zu unternehmen, kann ich gut nachvollziehen. Die tollen Pflanzen dann aber wieder derart schlecht-geschützt in den Winter zu schicken, ist nicht nur naiv, sondern zeugt vorallem von fehlendem Respekt vor der Natur. Das hat dann auch nichts mit Palmenliebe zu tun…

Der Titel meines Beitrags war offensichtlich völlig falsch gewählt.


2 comments on “Der desillusionierte Palmenliebhaber (Fortsetzung) Exotengarten-Geschnatter
  1. Strelok sagt:

    Bei mir im Freundes- und Bekanntenkreis versuche ich immer nahe zu legen, dass viele Pflanzen (manchmal) ein Leben lang Aufmerksamkeit und „Hilfe“ benötigen, um dauerhaft zu gedeihen. Viele verstehen die Relation nicht, dass ein Garten meist genauso viel Verantwortung bedeutet wie mehrere Haustiere zu halten. Bei Pflanzen ist es fast so, als ob man sich um Kinder kümmern müsste.

    • tom sagt:

      Der Verlust eines Menschenlebens ist für mich schon um einiges schlimmer als der Verlust einer Pflanze. Trotzdem gebührt jedem Leben auf der Erde absoluter Respekt. Und als Exotengärtner trägt man hier besondere Verantwortung, da man exotische Pflanzen ganz bewusst einem lebensgefährlichen Klima aussetzt.

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