Chinesische Dattel: Steckbrief Ziziphus jujuba

Die chinesische Dattel ist ein für unsere Breitengrade zur Auspflanzung geeigneter asiatischer Obstbaum mit einem sehr eleganten Wuchs. In seiner Heimat genießt die chinesische Dattel einen Stellenwert wie bei uns der Apfel.

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Systematik

Die Chinesische Jujube, auch Chinesische Dattel, Rote Dattel, Jujube, Schokoladenbaum, Apfelbeere oder Brustbeere genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae). Es gibt ca. 700 verschiedene Sorten der chinesischen Dattel.

Herkunft / Verbreitung

Sie stammt aus Nordostchina und wächst in Gebirgen an sonnigen, trockenen Plätzen in Höhenlagen bis 1.700m.

Eigenschaften

Wachstum

Die Chinesische Dattel ist ein laubabwerfender, eher strauchartiger Baum, der Wuchshöhen bis zu 10m erreicht. Pro Jahr erreicht die Pflanze Zuwächse bis 50cm.

Frosthärte

Generelle Frosthärte-Informationen zur Ziziphus Jujuba finden sich hier.

Habitus

Rhizom / Wurzelsystem / Meristem

Die chinesische Dattel ist ein Tiefwurzler mit wenig verzweigtem Wurzelsystem.

Stamm

Die Pflanzen wachsen zunächst sehr dünntriebig heran. Junge Zweige sind purpur-rot mit weißen Stellen. Erst mit zunehmendem Alter werden die Zweige grau-braun und kräftiger. Die Zweige besitzen lange und kurze Dornen. Lange Dornen sind gerade und bis zu 3cm lang. Kurze Dornen entwickeln sich an älteren Zweigen und sind gebogen.

Blätter

Die chinesische Dattel ist laubabwerfend. Etwa im Mai bilden sich bei uns neue Blätter. Die elliptischen Blätter sind außen hellgrün und zur Mitte hin dunkelgrün. Sie sind zwischen 3 und 7cm lang und 1.5 bis 4cm breit. Der Blattrand ist leicht gezahnt.

Blüten

Die Pflanze blüht am einjährigen Holz von Juni bis August. Die Blüten sind gelb-grün und duften leicht. Sie sind zwittrig, werden von Insekten bestäubt, sind aber nur bedingt selbstfertil. Hat man nur 1 Pflanze im Garten, ist die Sorte ‚Li‘ für eine Selbstbestäubung am ehesten geeignet.

Früchte

Eine Jujube fruchtet erstmals in einem Alter von etwa 5-10 Jahren. Die Fruchtreife wird zwischen August und September erreicht. In Mitteleuropa reifen die Früchte erst im Oktober, allerdings i.d.R. nur in Weinbaugebieten bzw. in Jahren mit vielen warmen Sommertagen.

Sie bringen anfangs grüne, voll ausgereift dann braune (deswegen die Bezeichnung ‚Schokoladenbaum‘), pflaumengroße, essbare Steinfrüchte mit weißlichem Fruchtfleisch hervor. Die Früchte werden zwischen 2 und 3.5cm lang sowie 1.5 bis 2cm im Durchmesser und sind verzehrbar, sobald die Frucht erste hell-braune Stellen aufweist. In diesem Zustand sind sie allerdings noch etwas hart. Vollbraun und bereits leicht runzelig kommt zum Apfelgeschmack eine leichte Dattelnote hinzu. Frisch geerntete Früchte sind bei Zimmertemperatur bis zu 4 Wochen lagerfähig.

In trockenen Anbaugebieten lässt man die Früchte an den Bäumen hängen, bis die Sonne sie getrocknet hat. Mit ihrer runzeligen Schale sehen sie dann auch wie Datteln aus.

In getrockneter Form dienen die Früchte als Brusttee bei Erkältungen. Daher sind sie bei Apothekern häufig auch als ‚Brustbeere‘ bekannt. In China gelten sie als wichtiges Arzneimittel, welches die Verdauung kräftigen und bei regelmäßiger Einnahme lebensverlängernd wirken soll.

Im Mittelmeerraum werden aus den Früchten Schnäpse und Konfitüren gemacht. In der koreanischen und taiwanischen Küche werden die Früchte für Tees und Suppen verwendet.


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