Exotensaison 2018/19: eine Traumsaison! Mein Exotengarten in München

Was für eine Exotensaison! Dank perfektem Wetter mit einem nicht-enden-wollenden Super-Sommer war diese Saison eine einzige Erfolgsgeschichte. Ein pflanzliches Highlight folgte dem nächsten. Wäre doch jeder Sommer so…

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Wetter

Die Basis für eine gute Exotensaison wird durch den vorherigen Winter gelegt. Der Winter 2017/18 war bei uns in München ziemlich durchschnittlich mit 60 Frost-, 26 Dauerfrost- und 6 Strengfrosttagen und einem Temperaturminimum von etwa -15°C, was zu einer Kältesumme von -150°C geführt hat.

Das Frühjahr war geprägt durch letzten Frost Ende März und einen späten Vegetationsbeginn Anfang April (Grünlandtemperatursumme GTS200). Vorteil des späten Vegetationsbeginns: die bereits gebildeten Blütenansätze haben keinen Frost abbekommen und es kam nicht zu Rindenplatzern durch gefrierende, aufsteigende Säfte in den Stämmen und Ästen.

Der Sommer 2018 hat dann alle klimatischen Rekorde gebrochen: es war wochenlang extrem heiss mit vielen, vielen Sonnenstunden und es gab – im Gegensatz zum Rest von Deutschland – immer mal wieder Regen, meist in Form heftiger abendlicher Gewitter. Trotzdem war der Sommer auch bei uns durch extensive Bewässerung geprägt.

Das tolle Wetter hielt auch im Herbst bis Mitte Oktober an, immer noch mit Tageshöchsttemperaturen meist zwischen 20 und 25°C. Ein wahrlich goldener Herbst!

Klimatisch war 2018 daher wie gemacht für Exotengärtner. Beste Voraussetzungen für tolles Wachstum und viele Blüten und Früchte!

Wachstum

Viele Exoten legten ein beachtliches Wachstum an den Tag.

Besonders gefreut habe ich mich über meine standortälteste Hanfpalme. Der Stamm ist in 1 Jahr um 35cm in die Höhe gewachsen. Das hätte ich nicht für möglich gehalten!

Auch die Seidenakazie hat sich sensationell entwickelt. Die bislang dürren Äste sind schön kräftig geworden.

Gleiches gilt für die chinesische Dattel und die Indianerbanane.

Und meine verschiedenen Passionsblumen (caerulea, incarnata, …) sind wie verrückt gerankt und haben z.T. richtig dicke Stengel entwickelt.

Blüten

Wie im letzten Jahr haben 2 meiner Hanfpalmen Blüten entwickelt.

Die größte Überraschung aber war mein Oleander. Immer wieder liest man, dass ein Oleander bei uns ausgepflanzt nicht funktioniert. Was mein Oleander aber dieses Jahr an Blüten entwickelt hat, ist kaum zu fassen. Die Blüte zog sich über 4 Monate von Juni bis Oktober.

Auch die Indianerbanane hat fast 30 Blüten entwickelt. Rekord!

Früchte

Gleich 4 Exoten haben diese Saison erstmals Früchte gebildet:

Die chinesische Dattel hat eine Handvoll etwa haselnussgroßer Früchte gebildet. Die Geschmacksprobe hat leider gezeigt, dass die Früchte noch nicht ausgereift waren.

Der schwarzbraundornige Feigenkaktus hat erstmals etwa 10 Kaktusfeigen gebildet, die sich im Oktober lila färben. Eine Geschmacksprobe war leider nicht möglich, da die Früchte durch und durch mit Samenkörnern durchzogen waren. Womöglich waren sie einfach noch zu klein.

Auch der Oleander hat erstmals unzählige, schotenförmige Früchte gebildet, vorallem gegen Ende der Saison.

Das absolute Highlight für mich war aber die Indianerbanane. Von den knapp 40 Fruchtansätzen haben es 2 wirklich zur vollen Reife gebracht. Endlich erstmals Früchte im 6. Standjahr und dann auch noch ausgereift. Der Geschmack ist überwältigend! Definitiv meine Pflanze der Saison – in einer Exotensaison 2018/19, die wiederum Saison der Saisons war.


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